Transkulturelle Forschung und Ausbildung in Traditionelle Chinesische Bewegungskunst und TCM


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Anmerkung an Daoyin-Qigong und Neidanshu

 

Zhu Wenjun

2006

 

Meine Meinung nach sind Daoyin und Nei-Danshu die Stile des Qigongs. Aber man vermischt oft diese Begriffe.

„Dao-Yin ist alter Name des Qigongs. Dao bedeutet das Qi zu leiten und zu führen. Yin bedeutet Körper zu dehnen.“[1]

Diese Beschreibung bedeutet, dass Daoyin und Qigong identisch und dasselbe sind.

Ich meine aber, dass Qigong ein Überbegriff für Daoyin und Nei-Danshu, usw. ist. Daoyin und Neidanshu sind ganz klar unterschieden. Das Ziel und das Bewegungs-Modell sind unterschiedlich.

„Qigong ist Gongfu (Übungsarbeit) Übung, Ernährung und Anwendung des Qis.“[2]

Das bedeutet, dass Qigong mit Qi zu tun hat. Ein einzelner Stil des Qigongs ist nicht das ganze Qigong, sondern nur ein Neben-Ast des Qigongs.

Daoyin ist eine Gesundheits-Behandlung in der traditionellen chinesischen Medizin. Es ist da, um für die Gesundheit und die Krankheit des Menschen zu sorgen und zu behandeln.

„Mittelland ist flach und naß. Dort wachen viele Lebewesen. Die Menschen essen viel Verschiedenes, und arbeiten wenig. Die Krankheiten sind meisten verwelkt und ohnemächtig, kalt und warm. Man soll mit ‚Dao Yin, An Qiao (Qigong, Massage)’ behandeln. Also kommt aus Mitte.“[3]

„Huang Di Nei Jing(Innere Schriften von gelb Keiser) “ betrachtet Daoyin als eine medizinische Behandlung. Hier ist Daoyin nur das Ziel, die Krankheit zu behandeln. In der Methode kann man beim Daoyin dem Spiel der fünf Tiere von Hua Tuo (Han-Dynastie) nachfolgen.

„Der menschliche Körper soll sich bewegen, aber nicht über die Begrenzung. Wenn man bewegt und schwingt, wird das Korn-Qi verdaut, es fließt Blut und Meridiane. Krankheit kann nicht kommen. Es ist wie die Tür-Achse nicht verfault. Somit macht alte Unsterbliche Daoyin. Bär dehnt, Vogel dreht und sieht. Man dehnt und beugt den Körper, bewegt die Gelenke. Man sucht nicht leicht alt zu werden. Ich habe eine Technik, die heißt Wuqinxi (Das Spiel der fünf Tiere). Erste Tiger, zweite Hirsch, dritte Bär, vierte Affe, fünfte Vogel. Somit löst auch die Krankheit aus, und wird Körper beweglich. Es heißt Daoyin. Wenn man Körper nicht bequem, macht man ein Spiel bis zum Schwitzen. Mit der Übung fühlt man, dass der Körper leicht ist und Bauch essen möchte“[4]

Daoyin ist eine medizinische Behandlung und auch eine allgemeine Gesundheits-Übung. Es ist nicht nur eine ärztliche Behandlung, sondern auch eine Übung für die Leute, ihre Gesundheit zu pflegen. Also ist Daoyin einersteits ärztlich, andererseits auch, für die, welche gesund bleiben und lange leben möchten. Diese Gruppe ist geöffnet.

„Einatmen nimmt frische Luft, und Ausatmen gibt unfrische Luft aus. Man bewegt nach der Bewegungen von Bär und Vogel, nur um das Leben zu verlängern. Die Leute, die Daoyin machen und Körper pflegen, möchten wie Pengzhu lange leben. Diese Leute lieben dieses.“[5]

Das Ziel des Nei-Danshu kommt dagegen aus dem Wai-Danshu. Die Daoisten möchten unsterblich werden. Das Lern-Modell ist, im Körper einen Herd und Topf aufzubauen.

„Der Charakter des Goldes ist ewig, nicht verfault, so ist es Schatz von allen Sachen. Die Gelernten essen dieses, dann können sie lange leben."[6]

„Zuerst baut man Qian (Himmel, Kopf) und Kun (Erde, Bauch) als Herd und Topf. Dann kocht man Vogel (Shen) und Hase (Jing). Man treibt die beiden Sachen in den Weg des Himmel und der Erde (Renmai und Dumai, Meridiane). So kommt die goldene Kugel nicht schwer.“[7]

Also ist das Bewegungs-Modell des Daoyin einfache körperliche Bewegung und Dehnung, sowie das Atmen koordinieren.

Dagegen ist Nei-Danshu ein strenges Modell und ein strenger Prozess. Unterbauch (Dantian) und Kopf sind als Herd und Topf, Atmen mit Achtsamkeit ist als Feuer, Jing (Essenz), Qi, Shen (Geist) sind als Materialien, um Nei-Dan (Kugel mit lebendiger Energie) im Körper herzustellen. Damit kann man nicht alt, nicht tot werden. Ziel ist der sogenannte Unsterbliche.


 

[1] Zhang Guangde: „Dao Yin Yang Sheng Gong Gong Li“. Verlag der Sptortuniversität Beijing, Beijing, 1990. S. 77.

[2] Hu Chunshen: „Zhong Hua Qigong Xue (Die Lehre des chinesischen Qigong)“. Verlag der Universität Sichun, 1989. S. 11.

[3] „Huang Di Nei Jing (Innere Schriften von gelb Keiser)“. In Huang Zhijie: „Zhong Yi Jing Dian Ming Zhu Jing Yi Chong Shu (Übersetzung der klassichen Schriftenreihe der chinesischen Medizin) Band 1“. Verlag der wissenschaftlichen technischen Schriften, Beijing, 1999. S. 36.

[4] Gao Wentao: „Hua Tuo Yi Shu (Verstorben-Buch von Hua Tuo). Verlag Huaxia, 1995. S. 378.

[5] Wang Xianqian (Qing-Dynastie): „Zhuangzi Ji Jie (Erklärung über Zhuangzi)“. In „Zhu Zi Ji Cheng (Gesammelte Werke von allen Gelehrten) Band 4“. Yue Lu Verlag, Hunan Changsha, 1996. S. 118.

[6] Wei Baiyang (Donghan-Dynastie): „Zou Yi Can Tong Qi". Im Zhao Licheng: „Zhong hua Wen Hua Jing Dian - Dao Xue Shi San Jing (Klassische Schriften der Chinesischen Kultur - Dreizehn Schriften von Daoisten)“. Verlag der Kultur Nord, Haerbing, 1997. S. 202.

[7] Zhang Bairui (Song-Dynastie): „Wu Zhen Pian (Schrift des Verstehen zur Wahrheit)“. Im Zhao Licheng: „Zhong hua Wen Hua Jing Dian - Dao Xue Shi San Jing (Klassische Schriften der Chinesischen Kultur - Dreizehn Schriften von Daoisten)“. Verlag der Kultur Nord, Haerbing, 1997. S. 850.


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